Freitag, 4. März 2016
Das Kulturbüro Wuppertal präsentiert: postpoetry.NRW im Internetportal der Stadt
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https://www.wuppertal.de/kultur-bildung/kulturbuero/projekte/102370100000688729.php
Donnerstag, 3. März 2016
"Es ist still.Wir sind auf Sendung" - Lesung in Wuppertal, 2. März 2016
In
einer konzentrierten Atmosphäre „sendeten“ Adrian Kasnitz, Lyriker aus Köln,
und Jing Wu, Nachwuchsautorin aus Dortmund/München, gestern in der
Stadtbibliothek Wuppertal ihre Poesiebotschaften. Lyrische Verfahren und Texte markierten
die Weite gegenwärtigen Lyrikschaffens. Wie das anschließende Gespräch zeigte,
hatten sie ihre „Adressaten“, circa 80 Schülerinnen und Schüler der
Gesamtschule Langerfeld und der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule erreicht und für
sich eingenommen.
Adrian
Kasnitz las noch druckfrische Texte seines „Kalendariums # 2“. Sie gehören zu
einem großen Gesamtprojekt von zwölf Veröffentlichungen. Monatsweise sind die
Tagesgedichte zusammengebunden. Der Februar mit 29, d.h. einem Schaltjahr entsprechenden
Tagen, bot durchaus nicht nur jahreszeitliche Bezüge wie Schnee, gefrorenes
Gras und Karneval. Im Kern offenbarte sich ein fast schwebendes Tasten nach
Gedanken, Wörtern, Silben, Vokalen, eine ständige Veränderung und Auflösung,
ein Changieren zwischen Innen- und Außenwelt.
Deutlich
handfester dagegen waren die Themen der jungen, gebürtig aus China stammenden
Jing Wu. Ihre Gedichte suchten nach Standpunkten, nach Wahrheiten, nach Grenzen,
aber auch nach ihrer Überschreitung. Sie begann mit einem Poetry-Slam-Text, in
dem sie ihre Lebensgeschichte und ihren Weg zum Schreiben gekonnt thematisierte.
Die Erfahrung, aus einem anderen kulturellen Kontext nach Deutschland zu kommen
und sich schreibend seinen Weg zu suchen, sprach das junge Auditorium an. Eine
ganze Reihe der Anwesenden dürfte ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Selbst die
Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Scharmann, überzeugte Jing Wu mit ihrem
Text, da er auch die besondere Bedeutung von Bibliotheken thematisierte.
Jürgen
Nendza, Lyriker aus Aachen, stellte die beiden Autoren vor, zog sie und das
Publikum in ein anregendes Gespräch.
So
war es am Ende der Veranstaltung durchaus nicht mehr still. Die „sendenden“
Lyriker hatten die Gäste zu empfänglichen Hörern gemacht, vielleicht auch zu
Lesern, die nun häufiger zu einem Gedicht greifen oder gar selbst eines
verfassen.
Die
Anschlussveranstaltung im Rahmen von postpoetry.NRW 2015 wurde möglich durch
die Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Wuppertal.
Dienstag, 23. Februar 2016
Wuppertal, 2. März 2016
Adrian Kasnitz und Jing Wu, Preisträger
des Landeswettbewerbs postpoetry.NRW, sind am 2. März zu Gast in der Stadtbibliothek Wuppertal. Moderiert wird die
Lesung von Jürgen Nendza.
Adrian Kasnitz, geb. 1974 in Queetz, Polen, wuchs in Lüdenscheid auf, studierte in
Köln, Bonn und Prag Geschichte und Germanistik. Er lebt heute als Autor und
Verleger (parasitenpresse) und Herausgeber in Köln. Obwohl er auch einen Roman
veröffentlicht hat (Wodka und Oliven, 2012) liegt der Schwerpunkt seiner
literarischen Arbeit auf der Lyrik. Seit 2000 erschienen neun Gedichtbände von
ihm, zuletzt „Kalendarium Nr. 2“ (2016).
Für seine Arbeiten
wurde er mit Stipendien (Brinkmann-Stipendium u. a. m.) und dem Förderpreis der
Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit (2011) ausgezeichnet.
Seine Lesungspartnerin ist die 1995 in Tianjin (China)
geborene Jing Wu. Im Jahr 2000 kam sie nach Deutschland, wo sie
zunächst in Aachen, später in Dortmund lebte.
Derzeitig
studiert sie in München Humanmedizin und ist nebenher als Poetry-Slammerin aktiv.
Bereits als Schülerin war sie mehrmals
Preisträgerin im Dortmunder Literaturwettbewerb. 2013 und 2014 wurde im
Wettbewerb „lyrix“ (d-radio) ausgewählt und war zum Internationen Kinder- und
Jugendbuchautorentreffen nach Hannover eingeladen (Treffpunkt Hannover).
Moderiert
wird die Lesung vom Aachener Lyriker Jürgen
Nendza.
02. März
2016, 10 Uhr, Stadtbibliothek Wuppertal, Kolpingstr. 8, 42103 Wuppertal
postpoetry.NRW ist ein Projekt der Gesellschaft für Literatur in NRW e.V.
in Kooperation mit dem Verband deutscher Schriftsteller NRW. Es wird
unterstützt vom Kulturministerium (MFKJKS) und der Kunststiftung NRW.
Die Veranstaltung
findet in Kooperation mit dem Kulturbüro/der Stadtbibliothek Wuppertal statt.
Dienstag, 16. Februar 2016
Lesung Köln-Sülz 16.02.2016
Unterschiedlicher
hätten die Gedichte nicht sein können, die Karin Posth und Giuliano Spagnolo
ihren Zuhörerinnen und Zuhörern zu Gehör brachten.
Karin
Posth, die nach Willen ihrer Eltern zunächst einen (später mehrere) Brotberufe erlernte,
und erst mit Erreichen des Ruhestands daran ging, das Schreiben von Gedichten
zu erproben und sich intensiv an ihnen abzuarbeiten,
und Giuliano
Spagnolo, der sich nach einer frühen Prosaschreibphase, in der er dem Sturm-
und Drang nacheiferte, dem Gedicht zuwandte.
Karin
Posth lässt sich von aktuellen Themen inspirieren und verfasst prosaische Lyrik.
Giuliano
Spagnolo geht stärker von gefühlsgeladenen Situationen aus, die er abstrakt und
bildhaft komprimiert und in Sprache zu fassen versucht. (Deshalb war es übrigens
klug, dass er seine kurzen Texte im Vortrag wiederholte.)
Deutlich
wurde, dass nicht nur die Entstehungs- und Bearbeitungsprozesse bei den beiden
Autoren unterschiedlich sind, sondern ihre Texte auch andere Rezeptionshaltungen
nahe legen. Das Vage, ja Unbestimmte in Spagnolos Gedichten fordert zu Eigenaktivität
und Kreativität des Leser/der Leserin geradezu heraus. Seine Gedichte öffnen
Assoziationsräume.
Im
Gegensatz dazu bezieht Karin Posth dezidiert Position zu Themen und fordert zur
inhaltlichen Auseinandersetzung damit heraus.
Moderiert
wurde die Veranstaltung vom Kerpener Lyriker Gerrit Wustmann, dem es gelang,
den rund 60 Schülerinnen und Schülern (Hildegard-von-Bingen-Gymnasium und
Schiller-Gymnasium) Schreibweisen und Lyrikpositionen nahe zu bringen.
Bereits
zum fünften Mal war postpoetry.NRW auf Einladung des Vereins Lesezeichen e.V. Gast
in der Stadtteilbibliothek Köln-Sülz. Ein besonderer Dank geht an die
Vorsitzende Margarete Verweyen, die die Kooperation mit ihrem Engagement in
dieser langen Zeit kontinuierlich möglich gemacht hat.
Montag, 1. Februar 2016
Köln, 16.02.2016
Karin Posth, geb. 1945 in Marienbad/Tschechien, wuchs an wechselnden Orten in Deutschland
auf (Hamburg, Mariendorf, Kleve,Bochum) und lebt seit 1966 vorwiegend in
Köln. Nach einer Versicherungslehre und verschiedenen Studiengängen, die sie
später abschloss, arbeitete sie u. a. als Versicherungsangestellte,
freiberufliche Übersetzerin, Korrekturleserin und Dozentin an der VHS des Oberbergischen Kreises.
2013 erschien ihr erster Gedichtband „Der Himmel ist kein Geschenk“ im österreichischen Verlag Edition
Art Science. Sie veröffentlichte in Anthologien und Zeitschriften und wurde
durch Preise ausgezeichnet, u. a. beim österreichischen Haiku-Wettbewerb, dem Mindener
Literaturwettbewerb, dem Lyrischen Lorbeer 2015 in Silber und mehrfach im Lyrikwettbewerb des
Literaturpodiums.
Ihr
Lesungspartner ist Giuliano Francesco
Spagnolo, geboren 1994 in Lino (Italien). Im Jahr 2000 zog er mit seiner
Familie nach Deutschland, wo er in Köln lebt. Er studiert gegenwärtig Psychologie
an der Universität Köln.
Erste
Gedichte veröffentlichte er in Anthologien, u. a. in „Mein wilder Kampf gegen
die Angst“ (elifverlag 2015). Neben einem der Nachwuchspreise bei postpoetry
wurde ihm der Publikumspreis 2015 zugesprochen.
Buchpremiere
Am vergangenen Freitag fand die Buchpremiere „postpoetry.NRW
– Poesiebotschaften aus fünf Wettbewerbsjahren“ in der gut besuchten Stadtbibliothek
Düsseldorf statt.
Vielstimmig feierten Autorinnen und Autoren den
Rückblick auf die ersten fünf Jahre des Projekts und die Vorstellung des Buchs.
Mitwirkende des Lesefests waren Lyrikerinnen und Lyriker sowie Nachwuchsautorinnen
und –autoren aus ganz Nordrhein-Westfalen:
Eva
Boßmann, Christoph Danne (Köln), Dominik Dombrowski (Bonn), Jürgen Flenker
(Münster), Eva Freischmidt (Aachen), Anke Glasmacher (Köln), Apolonia Gottwald
(Wachtendonk), Bärbel Klässner (Essen), Thorsten Krämer (Köln), Vera Krapf
(Köln), Anna-Kirstine Linke (Essen/Hamburg), Sandra Martelock (Duisburg), Marie T. Martin
(Köln), Nadine Müller (Düsseldorf), Marco Neuert (Minden), Franka
Niebeling (Solingen), Jovan Nikolic
(Köln), Hellmuth Opitz (Bielefeld), Susanne Romanowski (Dortmund), Manfred
Sestendrup (Dülmen), Alexander Weinstock (Köln) Liesel Willems (Krefeld), Jenny
Winter (Schwalmtal).
Durch Programm und Gespräche mit den
Autorinnen und Autoren, mit Beate Möllers (Kulturministerium), Monika Littau (Initiatorin
des Projekts), Georg Aehling (Edition Virgines) führte Dr. David Eisermann,
Kulturredakteur und Vorsitzender des Literaturhauses Bonn.
Neben dem Rückblick bot die Veranstaltung
zugleich einen Ausblick: postpoetry.NRW soll auch in den kommenden Jahren Teil
der Literatur- und Lyrikförderung des
Landes Nordrhein-Westfalen bleiben.
Im vorliegenden Band sind die verschickten Poesiebotschaften der vergangenen Jahre sowie weitere Gedichte zusammengetragen. Ergänzt werden sie um Zugangstexte, die einen möglichen Weg ins Gedicht und zu seinem Verständnis vorschlagen. Ein nordhrein-westfälisches Lyriklesebuch.
postpoetry NRW.
Poesiebotschaften aus fünf Jahren. Hrsg. von Monika Littau
ISBN: 9783944011394, 180 Seiten,
Hardcover, 15,00 €
http://www.editionvirgines.de/Products/107/73/postpoetry-NRW-Poesiebotschaften-aus-fuenf-Jahren.html
http://www.editionvirgines.de/Products/107/73/postpoetry-NRW-Poesiebotschaften-aus-fuenf-Jahren.html
Mittwoch, 13. Januar 2016
Stadtbibliothek Bielefeld, 12.01.2016
Zu hören waren Sarah Marie Meinert (Oerlinghausen) und Thomas Kade (Dortmund).
Sarah Marie Meinert überzeugte mit ihren vielschichtigen Texten und einem wunderbaren Vortrag.
Der Sprachartist Thomas Kade wurde nicht nur mit Fragen, sondern seinen eigenen Thesen zum Gedicht konfrontiert.
Ist die Lyrik ein Okular, mit dem man in die Sprache schaut? Ist das Gedicht Gesang oder ein außergewöhnliches (Ver-)Sprechen? Will es verändern oder verinnerlicht werden? Wie steht es um seine Energie, seine welterschließende Kraft?
Die Zeit war viel zu knapp.
Dank an die Stadtbibliothek Bielefeld (Frau Habighorst), die die Veranstaltung wunderbar vorbereitet hatte, und an den stellvertretenden Leiter Herr Loest für die freundliche Begrüßung.
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