Mittwoch, 8. Oktober 2014

Einladung zur Peisverleihung 2014

























postpoetry.NRW: lyrisches Programm und Preisverleihung 2014

Im fünften Jahr zeichnet postpoetry Lyriker und Nachwuchsautoren des Landes für ihre Gedichte aus, in diesem Jahr die Lyriker Christoph Danne (Köln), Dominik Dombrowski (Bonn), Jürgen Flenker (Münster), Marcus Neuert (Minden) und Liesel Willems (Krefeld)
sowie die Nachwuchsautoren Franka Niebeling (Solingen), Anna Maria Reiter (Bonn), Jenny Weiß (Bonn), Jenny Winter (Schwalmtal) und Marvin Grabler (Essen).

Am Abend selbst entscheiden die Gäste, wer von den jungen Autoren den zusätzlich vergebenen Publikumspreis erhalten soll.

Durch das kurzweilige lyrische Programm, mit Lesungen, Gesprächen und der Vorstellung der neuen postpoetry-Postkarten führen Sabine Schiffer und Monika Littau.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Jazzmusiker Eckard Koltermann.



Dienstag, 16. September 2014

Pressemitteilung: Preisträger im Lyrik-Wettbewerb postpoetry.NRW 2014 stehen fest


In den vergangenen Wochen gingen bei der Gesellschaft für Literatur in Münster hunderte Gedichte von Lyrikern und Nachwuchsautoren aus Nordrhein-Westfalen ein. Es handelte sich um anonyme Bewerbungen für den diesjährigen Wettbewerb postpoetry.NRW, den die Gesellschaft zusammen mit dem Verband deutscher Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben hat. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Kulturministerium (MFKJKS) sowie von der Kunststiftung NRW. Das Preisgeld beläuft sich insgesamt auf 8.450 €. Ausgeschrieben wurde in zwei Kategorien: für Lyriker und für Nachwuchsautoren des Landes.

Die Jury „Lyriker NRW“ (Prof. Dr. Hiltrud Gnüg - Literaturwissenschaftlerin /Schwerpunkt Lyrik, Bonn/Köln; Helge Pfannenschmidt - Verleger edition AZUR, Dresden; Marie T. Martin - Autorin/Lyrikerin, Köln) wählte folgende Texte und Preisträger aus:

  • „grand tour“ von Christoph Danne (Köln)
  • „Eröffnung“ von Dominik Dombrowski (Bonn)
  • „romanze“ von Jürgen Flenker (Münster)
  • „Zimmer 2013“ von Marcus Neuert (Minden)
  • „Ein Foto“ von Liesel Willems (Krefeld)
  
Wenig später trat die „Junge Jury“ (Verena Kramer, Vorjahrespreisträgerin, Münster/Glasgow; Lisa Möller, Vorjahrespreisträgerin, Leverkusen/Hildesheim und Monika Littau, Autorin und Projektleiterin, Bonn) zusammen und wählte folgende Preisträgertexte in der Kategorie „Nachwuchs NRW“ aus:

  • „Und“ von Franka Niebeling, Jg. 1997 (Solingen)
  • „Kellergedanke“ von Anna Maria Reiter, Jg. 1994 (Bonn)
  • „du malst mit den zehen“ von Jenny Weiß, Jg. 1995 (Bonn)
  • „M.E.I.N“ von Jenny Winter, Jg. 1999 (Schwalmtal)
  • „Das Ende der Kindheit“ von Marvin Grabler, Jg. 1993 (Essen)

postpoetry bedeutet nicht nur, die preiswürdigen Gedichte im Netz zu posten. Sie sollen auch ganz traditionell mit der Post verschickt werden. Deshalb wird jeder Preisträgertext als Postkarte gestaltet und in hoher Auflage gedruckt. In Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen liegen die Karten nach der Preisverleihung, die am 07. November in der Stadtbibliothek Düsseldorf  stattfinden wird, zur kostenlosen Mitnahme bereit.  Zuvor treffen sich die Lyriker und Nachwuchsautoren zu einem Workshop. Ziel dieses Wettbewerbs ist es nämlich nicht nur, die Lyrikszene des Landes sichtbar zu machen und zu unterstützen, sondern die Zusammenarbeit von Nachwuchsautoren und gestandenen Lyrikern zu fördern. 

Zu Beginn des Jahres 2015 gehen die Autorinnen und Autoren deshalb jeweils in Tandems Lyriker – Nachwuchsautor auf Lesereise durch NRW.












Dienstag, 3. Juni 2014

Ausschreibung 2014

Wettbewerb 2014 für Lyrikerinnen und Lyriker sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren aus Nordrhein-Westfalen

Die Gesellschaft für Literatur in NRW sowie der Verband deutscher Schriftsteller (VS NRW) loben 2014, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) und der Kunststiftung NRW zum fünften Mal den Wettbewerb „postpoetry.NRW“ aus. Gefördert werden soll mit diesem Wettbewerb die Lyrikszene des Landes und besonders die Zusammenarbeit von erfahrenen Lyrikerinnen und Lyrikern mit Nachwuchsautorinnen und -autoren.

Bewerben können sich bis zum 10. August 2014
  • Lyrikerinnen und Lyriker aus NRW, die mindestens eine eigenständige Buchveröffentlichung nachweisen können, sowie
  • Nachwuchsautorinnen und -autoren aus NRW im Alter von 15-21 Jahre 
mit je drei unveröffentlichten Gedichten ihrer Wahl sowie einer Kurzbiografie/-bibliografie. Eine Wiederbewerbung von Preisträgern der vergangenen Jahre ist erst nach drei Jahren erneut möglich.

Preise
werden vergeben in der Kategorie

Lyrikerinnen und Lyriker des Landes Nordrhein-Westfalen:
  • 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 7.500 €

Mit der Auswahl eines Gedichtes verbindet sich

  • die Gestaltung und Veröffentlichung des Textes als Lyrikpostkarte in hoher Auflage, 
  • voraussichtlich eine mit 300 € honorierte Lesung in den Regionen des Landes 2014.

und in der Kategorie

Nachwuchsautorinnen und -autoren aus Nordrhein-Westfalen

  • 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 750 €
  • 1 zusätzlicher Publikumspreis für eine/n der jungen Autorinnen und Autoren in Höhe von 200 €. (Die Vergabe erfolgt durch die Anwesenden der Preisverleihung.)
  • jeweils ein Mentoring/ein Workshop mit den erwachsenen Preisträgerinnen und Preisträgern
  • Gestaltung und Veröffentlichung des Gedichtes als Lyrikpostkarte in hoher Auflage
  • voraussichtlich eine mit 100 € honorierte Lesung in den Regionen des Landes 2014


Verpflichtend ist für die Preisträgerinnen und Preisträger

  • die Teilnahme an einem gemeinsamen Workshop
  • sowie die Anwesenheit bei der Preisverleihung am 7. November 2014 in Düsseldorf.

Die Urheberrechte für die ausgewählten Gedichte bleiben bei den Autorinnen und Autoren, die sich jedoch mit der Veröffentlichung des Textes auf den postpoetry-Postkarten sowie seiner Verwendung für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation einverstanden erklären.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendung
Teilnehmende Lyrikerinnen und Lyriker aus Nordrhein-Westfalen sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren (Alter von 15-21 Jahre)
werden gebeten, ihre Einsendung, bestehend aus
3 anonymisierten, unveröffentlichten Gedichten (mit einem Kennwort versehen),
1 Kurzbiografie (mit Geburtsjahr/Geburtsort und Kennwort)
der Postanschrift und
1 Veröffentlichungsliste (falls vorhanden)
in einer E-Mail und versehen mit dem

  • Betreff „postpoetry. - Lyriker NRW“ oder
  • „postpoetry. - Nachwuchs NRW“

bis zum 10. August 2014
an die E-Mail-Adresse
postpoetry@litweb.de
zu übersenden.

Dienstag, 29. April 2014

Buchmesse Leipzig: Literatursalon NRW


Literarischer Salon NRW auf der Leipziger Buchmesse. 
Zum zweiten Mal präsentierte der LiteraturRat NRW gemeinsam mit dem Literaturbüro NRW eine Auswahl der vielfältigen
literarischen Institutionen und Aktivitäten des größten
deutschen Bundeslandes. Mit dabei postpoetry.NRW und die Preisträgerinnen und Preisträger: Marius Hulpe, Sirka Elspaß, Susanne Romanowski. Leider konnte Bärbel Klässner, die erkrankt war, nicht mitdiskutieren. Ein herzlicher Dank für die gute Organisation des Literarischen Salons durch das Düsseldorfer Literaturbüro.





Dienstag, 4. März 2014

Postpoetry - Poesiebotschafter: Aufruf zum Mitmachen rund um den UNESCO-Welttag der Poesie



Am 21. März wird alljährlich der UNESCO-Welttag der Poesie begangen. 2012 und 2013 war postpoetry.NRW mit seinen Preisträgern, unterstützt vom Deutschen Literaturfonds,  zu Lesungen und Workshops in Schulen zu Gast. In diesem Jahr ruft das Projekt dazu auf, die postpoetry-Lyrikpostkarten in die Welt zu verschicken und den Erhalt zu dokumentieren (Nachricht, Foto u. a.). Wer mitmachen möchte, kann in der Zeit von März bis Mai kostenlos ein Set von 10 Postkarten bei der Gesellschaft für Literatur in NRW e. V. in Münster bestellen (Wilmergasse 12/13, 48143 Münster) oder per Mail: postpoetry@litweb.de.

Bereits im November 2013 erhielten wir die Nachricht: „The postcard DE-2583120 to lottali in China has arrived. It reached its destination in 21 days after traveling 8.690 km!“
Wir freuen uns auf weitere Nachrichten und Fotos (postpoetry@litweb.de)


Dienstag, 25. Februar 2014

11. März 2014, Lesung postpoetry.NRW in Steinfurt

Am 11. März, 19.30 Uhr, ist postpoetry.NRW auf Einladung der Stadtbücherei mit zwei der insgesamt zehn Preisträger zu Gast in Steinfurt: der Lyrikerin Bärbel Klässner (Essen) und der Nachwuchsautorin Gelieza Kötterheinrich (Steinfurt).

Bärbel Klässner (geb. 1960 in Magdeburg) studierte zunächst in Jena Sozialpsychologie. In den 80er Jahren engagierte sie sich in der Oppositionsbewegung innerhalb der Ev.Kirche der DDR. Sie gab in Jena die illegale Zeitung "frau anders" mit heraus. Seit 2003 lebt sie als freie Autorin in Essen. Sie war Stadtschreiberin in Jena und erhielt zuletzt das vom Thüringischen Kulturministerium vergebene Harald-Gerlach-Stipendium 2013.
Im postpoetry.NRW Wettbewerb wurde sie 2013 ausgezeichnet für ihren Text „Sie müssen einen euro in den dichter werfen“ - „Ein Gedicht voller Übermut und ungewöhnlicher Bilder, das durch seine Leichtigkeit und seinen Witz besticht“, so die Jury.  
Für die Nachwuchsautorin des Abends, der jüngsten Preisträgerin im Wettbewerb, ist die Lesung ein „Heimspiel“. Gelieza Kötterheinrich (geb. 1998) ist nämlich Steinfurterin und besucht zur Zeit das Gymnasium Arnoldinum. Sie begann bereits im Alter von 8 Jahren erste Gedichte zu verfassen.
Den Nachwuchspreis erhielt sie für ihren Text „Kreide“. In ihm gelingt es der jungen Autorin, „ein phantasmagorisches Bild eines personifizierten Fehlschlages so weit zu denken, dass die dadurch entstehende Surrealität den Leser fordert, aber gleichzeitig auch in eine Parallelwelt führt“, schreibt die junge Jury. 

Gelieza Kötterheinrich und Anke Glasmacher, die kurzfristig für die erkrankte Bärbel Klässner eingesprungen war, in der Stadtbücherei Steinfurt. Beide Autorinnen hatten jahreszeitliche Texte im Gepäck: "Ende des Winters" (Glasmacher) und"Schilf noch am Wegrand" (Frühling - Kötterheinrich). 

Hier eine Kostprobe aus dem Text der 16jährigen Gelieza:

"Schilf noch am Wegrand, zitternde Arme mit knisternden Fingern,/ ein Rauschen schon fast wie das Summen im Frühjahr/Hastiges Wispern und Schlucken und Schluchten aus Glas,/geflochtene Scherben, fast schon wie/Ranken im Schilf noch am Boden, vereist, kleine Brüche und Runzeln,/hungriges Lispeln und Scheuchen und Zucken, ein Sitzenbleiben/fast schon wie/Warten auf Schilf noch im Wasser, im Eisbad im Frühling..."





Samstag, 15. Februar 2014

Postpoetry.NRW zu Gast beim Verein für Literatur in Dortmund

Ein Abend zwischen Zaubernüssen, Gedankenbenutzungsbestimmungen, Litauischen Trucks und Taumelkäfern


Direkt aus Glasgow kam die gebürtig aus Münster stammende Verena Kramer (Jg. 1993) zur Lesung ins Taranta Babu. Die Nachwuchspreisträgerin von postpoetry.NRW 2013, die zuvor bereits im d-radio-Wettbewerb „lyrix“ ausgezeichnet worden war, studiert seit Herbst 2013 in Schottland vergleichende Kulturwissenschaften. Wie in ihrem Preisträgergedicht „Gedankenbenutzungsbestimmung“ spielt die intellektuelle Überprüfung und Einordnung von Erfahrungen, die zugleich emotional ins Bild gesetzt werden, eine wichtige Rolle in ihrer Lyrik. In Wortkaskaden von Wiederholungsstrukturen, Assonanzen, Alliterationen stürmte ihre Sprach- und Gedankenwelt auf die Zuhörerinnen und Zuhörer im Taranta Babu ein. Die Lesung profitierte von ihrem brillanten Vortrag.

Walter Wehner (Iserlohn/Essen, Jg. 1949), Preisträger in der Kategorie „Lyriker NRW“ und besser bekannt als Kriminalromanautor im Tandem H.P. Karr (alias Reinhard Jahn) und Walter Wehner, ist promovierter Germanist und war viele Jahre hauptberuflich an der Volkshochschule Essen tätig. Er verfasste neben Krimis (bislang fast 20), Hörspielen (12 an der Zahl), auch Sachtexte und initiierte ein Internetprojekt mit Robinsonaden.
Lyrik lag ihm immer schon am Herzen, was sich auch daran zeigt, dass er leidenschaftlicher Sammler von Gedichtveröffentlichungen ist. Seine Lyrikbibliothek umfasst circa 5000 Bände. Die eigenen Gedichte landeten aber nach ersten Veröffentlichungen in den 70er und 80er Jahren vornehmlich in der Schublade. „Mit Lyrik kann man eben kein Geld verdienen“,  war seine knappe und konsequente Begründung am gestrigen Abend. Umso erfreulicher war es, dass sein Lyrikschaffen durch den postpoetry-Preis nun öffentliche Resonanz fand.
 Der Autor nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch sein Lyrikschaffen seit den 70er Jahren. Deutlich veränderten sich Schwerpunktthemen und Formen in dieser Zeit. Stichpunkte seiner Lesung waren Schriftstellerkollegen (u. a. „Schriftstellernekrolog“), Sprache („Der Tanz der Vokale im Ohr“), Märchenhaftes („die taumelkäfer im wassertrog/tragen ins dunkle/die silberne perle luft“), Gedichte über Kinder („schlafenmüssen“) und die Wahrnehmung von Realität/politischer Realität wie in seinem Preisgedicht „schnappschuss“, das einen Moment auf der B1 zwischen Huttrop und Kray einfängt.

Durch den Abend führte der in Dortmund lebende Lyriker Thomas Kade, von dem zuletzt die Gedichtsammlung „KörperFlüchtigkeiten“ in der Reihe „rotefadenlyrik“ (Edition Haus Nottbeck) erschien. Anders als Walter Wehner legte er sich früh darauf fest, dass Lyrik „seine“ Gattung ist. Seit den 80er Jahren engagiert er sich zusammen mit anderen Dortmunder Schriftstellerinnen und Schriftstellern des Vereins für Literatur (kurz VfL genannt) in Lyrikwochen und –tagen dafür, Gedichte Leserinnen und Lesern näher zu bringen.