Donnerstag, 30. August 2012

postpoetry.2012 ist gestartet!

Wettbewerb 2012 für
Lyrikerinnen und Lyriker des Landes Nordrhein-Westfalen
sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren


Lyrik ist nicht nur eine der ältesten literarischen Formen, sie ist zugleich mehr als
jede andere Disziplin Gradmesser für Umschwünge, Brüche und
Paradigmenwechsel. Im Gedicht kommen Themen schneller zum Tragen als im
Roman. In seiner Verknappung und Konzentration schlagen sich literarische
Innovationen unmittelbar nieder.
An Leserinnen und Leser stellt das Gedicht hohe Anforderungen, wie die
Bereitschaft, sich auf einen literarischen Raum einzulassen, der nicht mit einem Blick
vollständig erfassbar ist. Dies ist vermutlich ein Grund, warum die Lektüre von
Gedichten nachgelassen hat und manchmal Ängste auszulösen scheint.

Die Gesellschaft für Literatur NRW sowie der Verein Aura 09 wollen deshalb
Gedichte stärker ins Gespräch bringen. Sie loben 2012 - unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Kunststiftung NRW - zum dritten Mal den Wettbewerb „postpoetry.“ aus. Gefördert werden soll besonders die Zusammenarbeit von erfahrenen Lyrikerinnen und
Lyrikern des Landes mit Nachwuchsautorinnen und -autoren.

Bewerben können sich bis zum 16. September 2012
· Lyrikerinnen und Lyriker des Landes Nordrhein-Westfalen, die bereits
eine eigenständige Buchveröffentlichung vorgelegt haben,
sowie
· Nachwuchsautorinnen und -autoren im Alter von 16-21 Jahren
mit je drei unveröffentlichten Gedichten ihrer Wahl sowie einer Kurzbiografie/-
bibliografie.

Preise
werden vergeben in der Kategorie

Lyrikerinnen und Lyriker des Landes Nordrhein-Westfalen:
· 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 7.500 €
Mit der Auswahl eines Gedichtes verbindet sich
· die Gestaltung und Veröffentlichung des Textes als Lyrikpostkarte in hoher
Auflage
· eine mit 250 € honorierte Lesung in den Regionen des Landes 2012/2013.
Verpflichtend ist für die Preisträgerinnen und Preisträger
· die Mitwirkung an einem Workshop mit den Nachwuchsautorinnen und
-autoren
· sowie die Anwesenheit bei der Preisverleihung (voraussichtlich November
2012)

und in der Kategorie

Nachwuchsautorinnen und -autoren aus Nordrhein-Westfalen
· 5 Geldpreise in Höhe von insgesamt 500 €
· 1 zusätzlicher Publikumspreis für einen der jungen Autorinnen und Autoren in
Höhe von 200 €. (Die Vergabe erfolgt durch die Anwesenden der
Preisverleihung.)
· jeweils ein Mentoring/ein Workshop mit den erwachsenen Preisträgerinnen
und Preisträgern
· Gestaltung und Veröffentlichung des Gedichtes als Lyrikpostkarte in hoher
Auflage
· Vorstellung der Texte bei einer Lesung in den Regionen des Landes NRW
2012/2013
Verpflichtend ist für die Ausgewählten
· die Teilnahme am Workshop, an der Preisverleihung und einer Lesung.
Die Urheberrechte für die ausgewählten Gedichte bleiben in beiden Kategorien bei
den Autorinnen und Autoren, die sich jedoch mit der Veröffentlichung des Textes auf
den postpoetry-Postkarten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation des
Projektes bereit erklären.

Einsendung
Teilnehmende Lyrikerinnen und Lyriker aus Nordrhein-Westfalen sowie
Nachwuchsautorinnen und -autoren (Alter von 16-21 Jahre)
werden gebeten, ihre Einsendung, bestehend aus
3 anonymisierten, unveröffentlichten Gedichten (mit einem Stichwort versehen),
1 Kurzbiografie (mit Geburtsjahr und Stichwort)
der Postanschrift und
1 Veröffentlichungsliste (falls vorhanden)
in einer E-Mail und versehen mit dem
Betreff „postpoetry. - Lyriker NRW“
oder
„postpoetry. - Nachwuchs NRW“
bis zum 16. September 2012
an die E-Mail-Adresse
postpoetry@litweb.de
zu übersenden.

Mittwoch, 28. März 2012

Postpoetry, 29.3.2012, Dortmund: Sarah Gerwens, Marius Hulpe


Lesereise der Preisträger
im Wettbewerb postpoetry.
Jeweils ein bekannter Lyriker tritt im Tandem mit einem jungen Autor auf.

Am 29. März ist das Projekt zu Gast beim Verein für Literature.V. (VfL) im Taranta Babu, Dortmund. Sarah Gerwens und Marius Hulpe sprechen über die Hintergründe und Kontexte ihrer Arbeit und zeitgenössische Lyrik.
Moderation: Monika Littau


Wann?
Donnerstag, 29.3., 19.30 Uhr
Wo?
Taranta Babu, Humboldtstr. 44, 44137 Dortmund

Die sechszehnjährige Schülerin Sarah Gerwens ist bereits bekannt in Dortmund, da sie mehrfach Preisträgerin im Dortmunder Literaturwettbewerb war und zuletzt im November 2011 in der Reihe „Helden von hier“ las. Im vergangenen Jahr wurde sie zum Treffen junger Autoren nach Berlin eingeladen. Die junge Jury prämierte ihren Text „Widergänger“, der sich mit dem Anschlag in Oslo im Sommer 2011 befasst.

Sarah Gerwens "Seniorpartner" im Projekt postpoetry ist der ebenfalls noch junge Autor Marius Hulpe aus Soest (geb. 1982). Er studierte Philosophie, Literatur- und Theater-/Medienwissenschaft in Leipzig, Potsdam und Berlin und Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Zürich. 2008 erschien sein Lyrikdebüt „wiederbelebung der lämmer“ (Ammann Verlag), das in allen großen Feuilletons hoch gelobt wurde. 2008 und 2009 war er Herausgeber der Anthologien Landpartie 08 (Glück&Schiller 2008) und „Privataufnahme. Junge deutschsprachige Lyrik“ (Dahlemer Verlagsanstalt 2009). Zuletzt erschien „Zeiten, Orte. Gedichte“. In: „Fußball ist unser Lieben. Neue Geschichten der Autorennationalmannschaft“ (Suhrkamp 2011).

Donnerstag, 22. März 2012

Presseartikel zu Postpoetry in Dorsten, 8. März 2012

Der Westen, 8.3.2012:




Dorstener Zeitung, 9.3.2012:


Dorstener Zeitung, 8.3.2012:

Bildergalerie Postpoetry-Lesung Dorsten, 8. März

Stadtbibliothek Dorsten, 8. März 2012, postpoetry Preisträgerlesung
Was hat alles Platz in einem Gedicht?
Gespräch über Lyrik, Alltagserfahrungen, genaue Beobachtungen, Romantik und Idealismus.
Ralf Thenior, Lea Beiermann und Moderatorin Monika Littau.
(Alle Fotos: Margret Schnepel)


Montag, 5. März 2012

Postpoetry, 8.3., Dorsten: Lea Beiermann, Ralf Thenior





Das Tandem: Lea Beiermann - Ralf Thenior liest in der Stadtbibliothek Dorsten.
Moderation: Monika Littau

Datum: Donnerstag, 8. März
Uhrzeit: 11.00 - 13.00 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Dorsten, Im Werth 6, 46282 Dorsten


Lea Beiermann, Jg. 1992, stammt aus Düsseldorf und studiert seit Herbst 2011 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn die Fächer Anglistik und Germanistik.
Sie ist Preisträgerin in der Kategorie „Nachwuchs NRW“, und wurde von der Jury ausgezeichnet für ihr Gedicht mit dem Titel „ es wird kalt“.

Ihr Seniorpartner im Projekt ist Ralf Thenior. Er wurde 1945 in Bad Kudowa (Kudowa Sdroj), Niederschlesien, geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Dortmund. Er ist Verfasser von Lyrik, Prosa, Kinder- und Jugendbüchern
Von ihm sind mehr als 30 Einzeltitel erschienen, zuletzt „Fremde Leben. Gedichte“ (2011) und „Strange Kebab. Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt“ (2011).
Ralf Thenior, der in Dorsten als „Schulschreiber“ bereits bekannt ist, erhielt für seine Arbeiten viele Auszeichnungen, u. a. den Literaturpreis Ruhrgebiet und den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Die Postpoetry-Jury wählte ihn mit seinem Text „Telenovelacrimo“ in der Kategorie „Lyriker NRW“ aus.
Moderiert wird die Veranstaltung von Monika Littau (geboren 1955 in Dorsten).

Dienstag, 28. Februar 2012

Nachlese Bielefeld


Aus der Neuen Westfälischen Zeitung, 29.2.2012:

Literarischer Nachmittag
BÜRGERWACHE: "Postpoetry" meets "Tentakel" – eine Gemeinschaftslesung

VON ANTJE DOSSMANN



Nika Bertram (v. li.), Ralf Burnicki, Eva Freyschmidt, Marius Hulpe, Elke Engelhardt, Horst Leiwig und Ugur Polat.
Liebe zum Wort | FOTO: ANTJE DOSSMANN

Bielefeld. Die eine ist Kölnerin und Jurymitglied des noch jungen "Postpoetry"-Wettbewerbs. Der andere Bielefelder und einer der Herausgeber des Literaturmagazins Tentakel. Gemeinsam luden sie zu einer Five-O’Clock-Lesung in die Bürgerwache, die ergänzt von den feinfühligen Improvisationen des Bielefelder Percussionisten Ugur Polat zu einer rundherum gelungenen Veranstaltung geriet.

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Montag, 20. Februar 2012

Postpoetry-Preisträger lesen mit "Tentakel"-Autoren, 26.2., Bielefeld


Die Preisträger des Lyrik-Wettbewerbs postpoetry sind auf Lesereise. Zusammen mit zwei ostwestfälischen AutorInnen lesen sie am 26. Februar 2012, 17 Uhr in der Bürgerwache am Siegfriedplatz.


Es lesen: Eva Freyschmidt, Horst Leiwig, Elke Engelhardt und Marius Hulpe.

Für die musikalischen Akzente sorgt der Percussionist Ugur Polat aus Bielefeld.

Moderiert wird die Veranstaltung von Nika Bertram, Autorin, Journalistin und Projektmitarbeiterin von postpoetry und Ralf Burnicki, Autor, Mitbegründer und Redakteur der Literaturzeitschrift Tentakel.

Ort: Bielefeld, Bürgerwache am Siegfriedplatz
Datum: 26. Februar 2012
Beginn: 17.00 Uhr (Achtung! Anfangszeit geändert)
Karten gibt es im Vorverkauf für sieben Euro (ermäßigt fünf Euro) im Büro der Bürgerwache montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr (tel. Vorbestellung unter 0521132737) oder im Antiquariat an der Arndtstraße.

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Postpoetry-Autor/innen:

Eva Freyschmidt
Die Gedichte von Eva Freyschmidt, Jg. 1995, erreichten zwar nur die Endrunde des Wettbewerbs, sie überzeugten die Jury und Veranstalter jedoch so sehr, dass sie ebenfalls eine Einladung zur Lesereise erhielt. Die Gymnasiastin aus Düren bereitet sich zur Zeit auf ihr Abitur vor und plant ein Studium in Frankreich - einem Land, das sie fast ebenso liebt wie Bücher und Geschichten.

Marius Hulpe,
Preisträger des Hauptpreises in der Kategorie „Lyriker NRW,“ Marius Hulpe, geboren 1982 in Soest, studierte Kulturwissenschaften in Berlin, Leipzig, Zürich und Hildesheim. Seit 2002 erschienen seine Gedichte, Essays und Prosa in Zeitungen, Magazinen und im WDR-Radio. Er arbeitete als Redakteur der Lite­ratur­zeit­schrift Am Erker und des Lifestyle-Magazins lit.07, zudem als Regieassistent; als Herausgeber verantwortete er die Bücher "Landpartie 2008", "Privataufnahme. Junge deutschsprachige Lyrik" und frisch an Weihnachten erschienen "Raumgewinn". 2008 erschien sein erster Gedichtband wiederbelebung der lämmer im Ammann Verlag, für den er u.a. mit dem LCB-Stipendium des Berliner Senats, dem Literaturförderpreis des Landes Nordrhein-West­falen und dem Arbeits­stipendium des Landes Nieder­sachsen ausge­zeichnet wurde. Er lebt in Soest und Dortmund.


"Tentakel"-Autor/innen:

Horst Leiwig

Geboren 1938 in Bottrop. Lehre als Schriftsetzer in Bünde und Herford. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Offizinen und als Metteur 1962 Besuch der Maschinensetzerschule in Offenbach. Danach zehnjährige Tätigkeit als Linotype-Maschinensetzer in einer Bielefelder Großdruckerei. 1972 Handwerksmeister sowie Ausbildungsmeister. Anschließend als Korrektor beschäftigt sowie kurzfristig in der Arbeitsvorbereitung. Wechsel in den öffentlichen Dienst, zur Polizei, wo er zunächst Posten- und Streifendienst versah, um dann für ein Jahr zur Kriminalpolizei zu gehen (Diebstahlskommissariat). Danach zehn Jahre Bezirks- und Ermittlungsbeamter, Wechsel ins Kriminalkommissariat, Schwerpunkt Gewaltkriminalität. Jetzt Polizeioberkommissar a. D.
Im Jahr 1983 veröffentlichte er in Österreich den Lyrikband "Zum Fluge bereit" sowie 2009 bei BoD die Kurzgeschichten-Sammlung "Schneetreiben". Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien. Verheiratet, 2 Söhne und 3 Enkelkinder.

Elke Engelhardt
Geboren 1966 in Verl, lebt in Bielefeld. Schreibt Lyrik und Prosa. Veröffentlichungen im Jahrbuch der Lyrik 2011, in Anthologien und Literaturzeitschriften (z.B. macondo, Manuskripte, lauter niemand, Dichtungsring, Dreischneuß, entwürfe, Zeichen und Wunder, Krautgarten und natürlich Tentakel).
Mitglied der Bielefelder Autorengruppe, die unlängst das Buch „Flüsse ausgraben- Literarisches Treibgut aus Bielefeld beim tpk Verlag herausgegeben hat.
Förderpreis für die Geschichte Von gläsernen Särgen und tiefen Brunnen beim Wettbewerb „Erzähl doch keine Märchen, oder Verteidigt jemand Hans im Glück“
(2010,, DuMont Buchverlag Köln, ISBN 978-3-8321-9630-1)
Vierter Platz der Ausschreibung „Blaues Blatt“ des Internetportals „Blauer Salon“ mit der Kurzgeschichte Regen, 2007
Autorenbuch bei Fixpoetry

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Zum Projekt "Postpoetry":

Von Januar bis März 2012 sind die Preisträger des Lyrik-Wettbewerbs postpoetry auf Lesereise in ganz Nordrhein-Westfalen. Jeweils ein bereits bekannter Lyriker tritt im Tandem mit einem jungen Autor (16-21 Jahre) bei den Veranstaltungen auf. Am 26. Februar ist das Projekt zu Gast in der Bürgerwache Bielefeld.
Weitere Stationen der Postpoetry-Tournee sind: Köln, Bonn, Rosendahl, Düsseldorf, Dorsten und Dortmund.

Postpoetry startete als Lyrik-Wettbewerb für Nachwuchsautoren im vergangenen Jahr erstmals im Rheinland. Nun freut sich das Postpoetry-Team (Monika Littau, Nika Bertram und Dietmar Damwerth), dass postpoetry beim zweiten Durchlauf in ganz Nordrhein-Westfalen stattfindet. Am Konzept wurde weiter gefeilt und der Gedanke der Zusammenarbeit von Jung und Alt vertieft. Zehn künstlerisch gestaltete Preisträger-Postkarten in einer stattlichen Gesamtauflage von 20.000 Exemplaren warten in den beteiligten Bibliotheken und Literatureinrichtungen auf die kostenlose Mitnahme durch ihre Besucher und sollen auf dem Postweg weitere Leserinnen und Leser für die Lyrik gewinnen.

Zum Literaturmagazin „Tentakel“ - Literatur in und aus Ostwestfalen-Lippe (OWL):

Das Literaturmagazin TENTAKEL ist das einzige Literatur-Printmagazin für OWL, es wurde 2007 von regionalen SchriftstellerInnen in die Wege geleitet und hat den Anspruch, die Vielfalt der Literatur in OWL zu präsentieren. Das Magazin veröffentlicht Prosa, Gedichte, Übersetzungen und Literaturessays/Reflexionen zu Literatur und Literaturbetrieb (nur) von AutorInnen aus OWL.

Das Magazin erscheint seit 2008 mit 3 Ausgaben pro Jahr, mehr als 120 Autoren und Autorinnen sind bislang in dem Magazin vertreten, zudem haben viele regionale KünstlerInnen die Ausgaben mit Grafiken und Bildern unterstützt.